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Imkerinnen-Projekt des Altfredeburger Freundeskreises in Äthiopien

In Äthiopien können arbeitslose und landlose Agrarstudentinnen Imkerkurse an der Universität belegen. Die zwei besten Absolventinnen des dreimonatigen Seminars werden in Form eines Stipendiums beim Aufbau ihrer Selbstständigkeit als Imkerinnen finanziell unterstützt.

Bislang sind sechs Imkerinnen-Projektpaare an folgenden Standorten verteilt:

  • Sebeta - 30 km von Addis entfernt
  • Bahir Dar - 12 Völker und 100 weitere Imkerinnen wurden geschult
  • Addis Abeba
  • Nekempte
  • Dilla - neues Projekt
  • Axum - neues Projekt

Bisher wurden 27 Imkerinnen unterstützt. Neben den 17 Mädchen, die auf den Standorten gefördert wurden, sind auch neun „Einzelkämpferinnen“ auf ihren elterlichen Betrieben unterstützt worden und haben ihre erste Honigernte erfolgreich eingefahren. Die Mädchen in Sebeta und Bahir Dar haben begonnen Beratungs- und Dienstleistungsangebote durchzuführen. Dazu zählen u.a. Transfer von Völkern von traditionellen in moderne Kästen, Trainings, Herstellung und Vertrieb von Wachs. Sebeta hat nach 1,5 Jahren die ersten 25 kg Honig geerntet. Der derzeitige Preis von 100 Birr/kg entspricht etwa 5 €/kg Honig. Momentan lässt sich vermuten, dass die Imkerinnen etwa ab 30 Bienenvölker wirtschaftlich produzieren und ab etwa 60 Völker ein durchschnittliches Jahreseinkommen erwirtschaften können.

Honigproduktion in Äthiopien

Äthiopien liegt unter den Top 10 der weltweit größten Honigproduzenten. Die jährliche Honigproduktion beträgt 55.000 t, wobei das Potenzial auf 500.000 t geschätzt wird. Von den 70 Mio. Landwirten (Bevölkerung liegt etwa bei 90. Mio.) betreiben 30 Mio. Landwirte eine kleine Imkerei mit bis zu drei Bienenstöcken.
Bei der traditionellen Honigernte (Beuten aus Bambusgeflecht oder in hohlen Baumstämmen) wird das Volk durch Anzünden des Bienenstocks verjagt: Das Volk geht verloren und Honig wird durch Asche verschmutzt.
Vorteile des Imkerinnen-Projektes: Bei der Vorgehensweise der Bienenladies bleiben die Völker erhalten und der Honig sauber.

Was wird durch das Projekt gefördert?

Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages zwischen den Altfredeburgern und Projektleiter Solomon Mengesha

Ziel des Projektes ist die Erzeugung und Vermarktung von Honig und Bienenvölkern, Bienenwachs sowie die Förderung der Trainertätigkeit für ungelernte Imker. Der Grundbedarf für den Aufbau einer Imkerei an einem Stützpunkt liegt bei etwa 5.000 € bis das jeweilige Bienenladypaar selbst wirtschaftlich produzieren kann.

 

Das Imkerinnen-Projekt unterstützt vor Ort in folgenden Bereichen:

  • Förderung des Kontakts und Austauschs unter den Bienenladies
  • Ausbau des Fachwissens und der zukünftigen Trainerkompetenz
  • Kommunikationstrainings und Hilfestellung bei der Erstellung von Businessplänen
  • Agrarstudentinnen können ihr Wissen als Trainerinnen an ungelernte Imker in der Region weitergeben
  • Investitionen vor Ort: Bienenstöcke (zehn werden zu Beginn pro Gruppe benötigt), Waben, Honigpresse, Zäune, Wächter, Honiggläser


Kontakt

Verein zur Förderung der Entwicklungszusammenarbeit und der ländlichen Erwachsenenbildung e.V.
c/o Imkerinnen-Projekt in Äthiopien
Godesberger Allee 66
53175 Bonn
andreas-hermes-akademie.de/imkerinnenprojekt
imkerinnenprojekt@andreas-hermes-akademie.de

Ansprechpartnerin
Marietheres Förster
Geschäftsleiterin AHA campus
Telefon: 0228/91929-28
m.foerster
@andreas-hermes-akademie.de

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